Social Media stellen die Unternehmensführung vor neue Herausforderungen, auch wenn es um den Zugriff auf Seiten wie Facebook oder Twitter vom Arbeitsplatz aus geht. Angst vor Produktivitätsverlust oder Sicherheitsbedenken geben häufig den Ausschlag für die Sperrung von Social Networking-Seiten.
Anstatt einer plumpen Sperrung lautet die Aufgabe heute eigentlich, Social Media gewinnbringend in Unternehmenskommunikation und -abläufe zu integrieren. Grundlage dafür sind Richtlinien für den Umgang mit Social Media im Unternehmen – häufig auch „Social Media Guidelines“ oder „Social Media Policy“ genannt. Auch wenn solche Richtlinien von Experten empfohlen werden, kommt die Botschaft offenbar bei den meisten Unternehmen (noch) nicht so recht an. Wie eine Umfrage von Manpower zeigt, verfügen nur rund 20 Prozent über Richtlinien für den Social Media-Einsatz.

Quelle: eMarketer.com
Auch noch so gut formulierte Guidelines können leider nicht verhindern, dass manchmal Mitarbeitende ihren gesunden Menschenverstand komplett über Bord werfen und durch das Veröffentlichen von Bildern oder Videos ihren eigenen Arbeitgeber in Misskredit bringen. Berichte über solche Fälle verbreiten sich zwar schnell im Netz, kommen aber offenbar doch nicht so häufig vor, wie man den Eindruck haben könnte. Nur vier Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Reputation habe durch Veröffentlichungen ihrer eigenen Mitarbeitenden auf einem Social Network schon einmal Schaden erlitten.

Quelle: eMarketer.com
Gute Social Media Guidelines sollten die Mitarbeitenden dazu auffordern, folgende Punkte zu beachten:
- Ehrlichkeit
- Transparent sein
- Respekt vor anderen Teilnehmern haben
- Verantwortung für die eigenen Beiträge übernehmen
- Nicht bestehende Richtlinien des Unternehmens brechen
Social Media Guidelines sollen nicht einfach nur Regeln aufstellen. Viele Mitarbeitende nutzen Communities und Social Networks sowohl privat als auch geschäftlich, ohne sich über die mögliche Folgen bewusst zu sein. Guidelines und Schulungen schaffen ein Bewusstsein für Fragen der Vertraulichkeit und Privatsphäre sowie für die Tatsache, dass im Internet alle Informationen von Jedermann abgerufen werden können und kaum wieder zu löschen sind.
Zum Thema Social Media Guidelines (inkl. Beispiele) siehe auch
100 Social Media Guidelines (digitalpublic.de)
Enterprise: List of 40 Social Media Staff Guidelines (Laurel Papworth)
Gefahrenherd Mitarbeiter – der Sinn von Social Media Guidelines (ethority.de)
10 Must-Haves for Your Social Media Policy (mashable.com)
Warum Unternehmen und Mitarbeiter klare Richtlinien brauchen (rechtzweinull.de)
Download der Umfrage als PDF.








[...] Praxis nur wenige Unternehmen über eine Social Media-Policy verfügen. Wie eine im Februar 2010 veröffentlichte Umfrage von von Manpower zeigte, verfügen nur rund 20 Prozent über Richtlinien für den Social [...]