Rund ein Drittel aller Internetnutzer konsumieren Filme, TV-Serien oder das Fernsehprogramm via Internet. Nur knapp darunter liegen die Nutzungszahlen für Online-Radio. Insgesamt lesen 80 Prozent der Nutzer Nachrichten im Web oder beschaffen sich Informationen online.

Quelle: bvdw.org
Dies sind Zahlen aus einer Studie des Interactive Advertising Bureau (IAB) Europe aus insgesamt 16 europäischen Ländern. Die Zunahme der so genannten „Bewegtbilder“ im Internet kommentiert Paul Mudter von IP Deutschland wie folgt:
„Die Nutzung des Webs als Unterhaltungsmedium nimmt immer stärker zu. Aus diesem Grund verlängern viele TV-Sender ihr Angebot ins Web und geben den Internetnutzern so die Möglichkeit, gezielt Filme und Serien zu schauen. Selbst auf klassischen Nachrichten- und Informationsportalen nimmt der Bewegtbildanteil deutlich zu.“ (Quelle)
Grosse Medienhäuser wie das Schweizer Fernsehen SF stellen sich auf die neue Realität im Medienkonsum ein. So berichtet die NZZ von der jüngsten Jahresmedienkonferenz:
Das Projekt Medienkonvergenz, also die Fusion von SF und Radio DRS, kommt laut Fernsehdirektor Haldimann gut voran. Daran werde im Hintergrund auch noch gearbeitet. Neuerdings wird von einem trimedialen Unternehmen gesprochen, in dem neben Radio und Fernsehen auch Internet- und Mobil-Angebote integriert sind. Das neue Unternehmen, das noch keinen offiziellen Namen hat, soll am 1. Januar 2011 unter einheitlicher Leitung starten… (Quelle)
Welche Rolle Social Networks auch für traditionell gemachte Informationsangebote des Fernsehens haben, sieht man, wenn man einen Blick auf das Facebook-Angebot der ZDF-Sendung “heute” wirft.

Bild: heute auf Facebook mit rund 22’000 Fans
Klassische Polit-News werden rege diskutiert, das ZDF erreicht mit dem Facebook-Kanal Zielgruppen, die es mit dem reinen TV-Programm nicht mehr ansprechen kann. SPIEGEL ONLINE als Primus der deutschen Online-Medien kann sogar über 33’000 Personen zu seinen Fans auf Facebook zählen. Auch hier wird hart über aktuelle Politk diskutiert. Etwas befremdlich steht in diesem Zusammenhang eine These der LSP-Medienstudie 2010, welche anfangs März diesen Jahres publiziert wurde:
These 9: Soziale Netzwerke sind Kommunikations- und Organisationstools (keine Medienkanäle)
Soziale Netzwerke sind Kommunikations- und Produktivitäts-Tools, und sie werden das auch bleiben. Auf sozialen Netzwerken werden weder neue Bekanntschaften gesucht, noch handelt es sich hier um bedeutende neue Unterhaltungskanäle oder zusätzliche Wege der Informationsrecherche. Primär sind soziale Netzwerke einfach das aktuell probateste Mittel, um im Austausch mit seinen privaten Kontakten zu bleiben und diese Kontakte aktuell und lebendig zu halten. (Quelle)
Ich denke, die oben genannten Beispiele (und natürlich viele andere) und die Fakten aus der IAB –Studie widerlegen diese These sofort.
Mehr zum Thema Mediennutzung finden Sie hier
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Mehr Werbung wagen: Paid Content wird Online-Medien nicht helfen (CARTA)
Altersgruppen als Segmentierungskriterium haben ausgedient (aseantic Blog)
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Entertainment Convergence in the UK Digital Home (emarketer.com)
Google and Partners Seek TV Foothold (New York Times)










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aldo
[...] zum Thema Medienkonvergenz und Social Networks (fuellhaas.com) Meine Antwort auf “Einfluss von Social Media: Die digitale Parallelgesellschaft” von [...]