Reputation Management (15): Coca-Cola ist (und bleibt) die wertvollste Marke

Newsfeed zu Reputation Management, Online-Reputation, Social Media Monitoring und Personal Branding.
Ausgabe Nr. 15 vom 19. September 2010.

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Best Global Brands 2010: Coca-Cola unangefochten an der Spitze
Zum zehnten Mal in Folge veröffentlicht Interbrand das Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt. Abgesehen von einigen wenigen Platzwechseln, Toyotas Ausscheiden aus der Elitetruppe und HP’s Vorstoss unter die Top Ten, bleibt die Spitzengruppe in ihrer Zusammensetzung unverändert. Die Nummer eins ist und bleibt Coca-Cola. Der Markenwert des Getränke-herstellers beträgt 70,45 Milliarden Dollar. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren wie im vergangenen Jahr der amerikanische Computerhersteller IBM und die Softwareschmiede Microsoft. Google, 2008 von Platz 20 auf zehn empor geschnellt, in 2009 weitere drei Plätze nach oben geklettert, macht auch 2010 wieder Plätze gut und heftet sich auf Position vier direkt an die Fersen von Microsoft. Der Internetkonzern steigerte seinen Markenwert um 36 Prozent auf 43,56 Milliarden Dollar.

Einige prominente Marken waren 2010 mit Krisen konfrontiert, die ihr Wachstum kurzerhand zum Stillstand brachten, Wertverlust verursachten und im Fall von BP sogar dazu führten, aus dem Ranking zu fallen. Die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko und das Unvermögen des Mineralölkonzerns sein Markenversprechen “Beyond Petroleum” einzulösen, half dem Wettbewerber Shell als bester seiner Branche abzuschneiden und sich von Rang 92 in 2009 auf Platz 81 vorzuschieben. Walter Brecht, CEO von Interbrand Central and Eastern Europe, sagt dazu:

“Die Toleranz für Firmen oder Individuen, die das eine sagen und das andere tun, ist seit dem Krisenjahr 2009 rapide gesunken. In einer digitalen Welt, wird “brandwashing” schnell entlarvt und die Unternehmen dafür mehr denn je abgestraft.“ (Quelle)

Coca-Cola als Nummer eins wird von Interbrand wie folgt eingeschätzt:

Coca-Cola gets almost everything right. Its brand promise of fun, freedom, spirit and refreshment resonates the world over and it excels at keeping the brand fresh and always evolving – all this, while also maintaining the nostalgia that reinforces customers’ deep connection to the brand. For such a large brand, it operates quickly, flexibly and innovatively, tailoring itself to local markets without tarnishing its legacy. This includes different flavor profiles in each country and shrewd distribution models in fast-developing world markets (for example, carts in India). It has adapted quickly to social media, with 11 million fans on Facebook and 96,385 followers on Twitter as of August 2010. And while its brand may not be perceived as the best corporate citizen, in reality it leads in this area as well, providing US $305 million through the Coca- Cola Foundation. The brand is likely to face challenges as customers grow more health conscious in the coming years, and soda is increasingly taxed in the U.S. However, it is already thinking ahead with aggressive targeting of fast-developing markets and programs like Healthy Active Living which address this criticism head-on. (Quelle)

Links:
Medienmitteilung mit mehr Informationen
Webseite von Interbrand. Hier kann der komplette Report heruntergeladen werden.

Bewertungs-Plattform „tripadvisor.com“ gerät unter Druck
Informationen rund ums Reisen gehören zu dem am meist gesuchten im Netz. Immer mehr Menschen verlassen sich für ihre Ferienplanung nicht mehr auf die Beratung im Reisebüro, sondern holen sich Erfahrungen und Bewertungen aus dem Internet von Portalen wie trivago oder HolidayCheck.


Ist diese Bewertung juristisch einwandfrei?  Webseite von tripadvisor.com

In Grossbritannien will KwikChex Ltd, ein auf Reputation-Management spezialisiertes Beratungsunternehmen, das Reisebewertungsportal Tripadvisor verklagen, wie die Daily Mail in ihrer Onlineausgabe berichtete. Über 100 Hotel- und Restaurantbetreiber haben sich der Klage bereits angeschlossen. Es geht um Bewertungen, die als ungerecht oder gefälscht empfunden werden.

The type of grievances they cite range from the appearance of reviews that are alleged to have been falsified by competitors or individuals, to unverified claims of food poisoning, and unsubstantiated claims of theft or racism. ’To a small business with only a few reviews, claims of food poisoning can be devastating. In every single one we have looked at – and we have looked at around 100 – there has been no report to the local health authority and we could find no evidence of food poisoning. Those sort of things shouldn’t even be on TripAdvisor,’ Mr Emmins told the magazine.
He also alleged that TripAdvisor was ‘pro-actively influencing’ consumers by sending out e-mails to its members with subject lines like: ‘Don’t Go There – Hotel Horror Stories.’ (Quelle)

Link:
Artikel „Hotels prepare to do battle…“ auf dailymail.co.uk lesen

Vergangenheit mit Verfallsdatum: Neustart im Netz
Das Thema ist nicht neu: Persönliche Daten im Internet sollen mit einer Art „Verfallsdatum“ ausgestattet werden. Das Problem ist, viele Menschen stellen Inhalte online, die sie später lieber wieder gelöscht hätten – das ist jedoch kaum möglich, denn das Web vergisst nie. Google-Chef Eric Schmidt scherzte sogar im August, dass Jugendliche ihren Namen ändern sollten, um ihrer Online-Vergangenheit mit peinlichen Partyfotos zu entfliehen.

Michael Backes von der Universität des Saarlandes, hat eine Lösung für das digitale Verfallsdatum entwickelt.

“Die Idee ist, dass User beim Einstellen von Informationen ein Verfallsdatum festlegen können”, erklärt Backes. Dafür müsse sich der Internetnutzer einmalig ein Plug-In auf seinem Computer installieren. Mit Ablaufdatum versehene Daten mache eine Software namens “X-pire!” dann unkenntlich. “Ein Schlüssel und das Verfallsdatum werden auf einem Server gespeichert”, erläutert der Informatiker. An den Schlüssel komme nur heran, wer ein Captcha löst, eine in eine Grafik eingebettete Zahlenkombination. Das menschliche Auge kann diese erkennen, ein Computer hingegen nicht. Und ist das Verfallsdatum erst einmal abgelaufen, verschwindet der Schlüssel komplett, die Daten bleiben für immer unkenntlich. (Quelle)

Inhalte, die von Drittpersonen veröffentlicht oder kopiert wurden, werden von diesem System nicht abgedeckt.
Link:
Artikel „Neustart im Netz“ auf spiegel.de lesen

Lesetipp 1: „Kommunikation: Wie Firmen im Netz punkten“
Ein exklusives Ranking der Websites deutscher Unternehmen offenbart Stärken und Schwächen im Umgang mit dem Internet. Lernen Sie von den Siegern, Ihren eigenen Auftritt zu verbessern.
Link:
Ganzen Artikel auf harvardbusinessmanager.de lesen

Lesetipp 2: „Insularity: the Hidden Killer of Corporate Reputation“
Eine selbstbezogene „Insel-Sicht“ führt immer wieder dazu, dass grosse Unternehmen wie BP falsche Entscheidungen treffen. Autor Peter Firestein bringt es auf den Punkt: „…board and management have a choice: They can explore their vulnerability by soliciting candid viewpoints that might be difficult to listen to. Or they can read about it in the papers.“
Link:
Ganzen Artikel auf businessweek.com lesen

Lesetipp3: „Social Media Monitoring: Das Web 2.0 im Blick“
Die beste Werbung für ein Unternehmen ist die Empfehlung durch Mundpropaganda – und die lässt sich im Zeitalter sozialer Online-Medien zunehmend beobachten. Trotzdem betreiben viele Unternehmen nach wie vor kein Social-Media-Monitoring. Die Nachlässigkeiten bei der Medienbeobachtung, die weitaus mehr Möglichkeiten als reine Kommunikationsüberwachung bietet, rächen sich schnell.
Link:
Ganzen Artikel „Das Web 2.0 im Blick“ auf handelsblatt.com lesen

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