Reputation Management (20): Die umstrittensten Unternehmen des Jahres 2010

Newsfeed zu Reputation Management, Online-Reputation, Social Media Monitoring und Personal Branding.
Ausgabe Nr. 20 vom 20. Dezember 2010.

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RepRisk Report: Most Environmentally and Socially Controversial Companies of 2010
Das Schweizer Unternehmen RepRisk hat die umstrittensten internationalen Unternehmen des Jahres 2010 bekannt gegeben. Hier sind die fünf „bestplazierten“:

  1. Transocean
  2. BP
  3. Vedanta Resources
  4. ExxonMobil
  5. Foxconn Electronics

Alle Unternehmen in dieser Liste wurden im Jahr 2010 von Medien, Regierungen und NGO’s für Verstösse gegen Menschenrechte, Missachtung von Umweltauflagen, Korruption oder Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften und Arbeiterschutz massiv kritisiert. Das Ranking basiert auf dem so genannten Reputational Risk Index (RRI). Dabei wird nicht die gesamte Reputation eines Unternehmens gemessen, sondern wie sehr es Kritik und Kontroversen ausgesetzt ist. Der RRI ist ein Indikator dafür, wie sehr ein Unternehmen in der Kritik steht und er zeigt die Risiken auf, die potentielle Investoren oder Geschäftspartner eingehen.

Ergebnisse für Transocean

Ergebnisse für BP

Ergebnisse für Foxconn  Electronics

Ergebnisse für Sinar  Mas  Group

Link:
Webseite von RepRisk

Amerikaner wollen mehr Kontrolle über die eigenen Daten
Tag für Tag wächst das Volumen an personenbezogenen Informationen im Netz. Zugleich wächst auch das Bedürfnis, dies zu kontrollieren. In einer aktuellen Umfrage von Harris Interactive im Auftrag von Intelius, sagen 90 Prozent aller befragten Erwachsenen Amerikaner, dass sie sich mehr Kontrolle über die online verfügbaren Daten wünschen.

“We believe 2011 will be the ‘Year of the Online Reputation,’ because consumers are realizing how much information about them is online and that this information is impacting how others view them,” said Prakash Kondepudi, Senior Vice President of the Consumer Services Business Division at Intelius. “The Harris Interactive survey confirms what we are hearing from our customers, which is, controlling and managing their online information is becoming increasingly important to them.” (Quelle)

Natürlich hat Intelius auch eine Lösung anzubieten und nutzt die Veröffentlichung der Studienergebnisse, um seinen neuen Dienst TrueRep anzupreisen. Der Service verspricht die „Kontrolle über die eigene Online-Reputation“ herzustellen.

Wieviel Fakten durch eine Onlinerecherche über eine bestimmte Person bereits heute zusammengestellt werden können, haben die Redakteure vom Computermagazin c’t probiert herauszufinden. Die reale Testperson, die anfangs ihr Einverständnis gegeben hatte, untersagte am Schluss die Veröffentlichung der Ergebnisse, obwohl das erstellte Profil nur auf frei zugänglichen Angaben beruhte, von denen die meisten auch von der Testperson selber veröffentlicht worden waren.
Links:
Medienmitteilung von Intelius lesen
Ganzen c’t-Artikel „Ein Netizen entdeckt den Wunsch nach Privatsphäre“ lesen

Reputations-Risiko Mitarbeiter?
In der Angst vor dem Verrat von Geschäftsgeheimnisse auf Enthüllungsplattformen wie Wikileaks geht es laut Wirtschaftswoche vor allem um die Frage „Wie loyal sind die Mitarbeiter?“

Es ist ein heikler Spagat: Einerseits wollen und müssen sich Unternehmen immer stärker im Netz öffnen, zugleich steigen Gefahr und Angst vor Geheimnisverrat durch Seiten wie Wikileaks. Am Ende läuft es auf eine Frage hinaus: Wie loyal sind die Mitarbeiter? (Quelle)

In seinem Artikel „Wikileaks oder der illoyale Mitarbeiter“ weisst Klaus Eck auf eine Studie des Ponemon-Instituts im Auftrag von Symantec hin. Demnach nehmen 60 Prozent der Arbeitnehmer beim Verlassen ihres alten Arbeitgebers vertrauliche Unternehmensdaten wie Kundenkontakte mit. 24 Prozent der Befragten könnten sogar weiterhin auf die IT-Systeme ihres Ex-Arbeitgebers zugreifen. Als Schutz empfielt Eck nicht noch raffinierte IT-Sicherheitssysteme oder Verbote für den Zugriff auf Social Media-Plattformen, sondern:

Der beste Schutz besteht in einer offenen Unternehmenskultur mit zufriedenen Mitarbeiter. Wem es gelingt, sich dergestalt aufzustellen und Vertrauen als Teil seiner Unternehmenidentität implementiert hat, wird künftig sogar einen Wettbewerbsvorteil vor seinen Wettbewerbern haben, die nur auf Sicherheitsmauern und Abschottung setzen. (Quelle)

Links:
Ganzen Artikel „Das Enthüllungsrisiko der Konzerne“ auf wiwo.de lesen
Ganzen Artikel „Wikileaks oder der illoyale Mitarbeiter“ im Newsroom von Eck Kommunikation lesen

Auf das Suche nach Vertrauen
Wer als Datenkrake verschrien ist, hat es schwer, beim Kunden Vertrauen aufzubauen. Bei Google soll dies Alma Whitten, seit Oktober „Privacy Director for Product and Engineering“, versuchen zu ändern. Die Logik dahinter ist einfach:

“Wenn die Menschen kein sicheres Gefühl haben, während sie unsere Dienste nutzen, werden sie sie nicht mehr verwenden wollen. Das wäre auch unser Ende.” (Quelle)

Der IT-Newsdienst golem.de hat zwei Videos veröffentlicht, in denen sie über Privacy und individuelle Datenfreigabe spricht.
Link:
Videos auf golem.de ansehen

CSR: Dem Bekenntnis fehlen (noch) oft die Taten
Viele grosse Unternehmen behaupten heute in ihrer Kommunikation nach aussen, sie würden Rücksicht auf soziale Anliegen und ökologische Belange nehmen. Doch meistens bekennen sich Unternehmen erst bei Skandalen zu ihrer Verantwortung, wie die Financial Times Deutschland schreibt: Nachhaltiges Wirtschaften werde ihr Kerngeschäft in den nächsten fünf bis zehn Jahren prägen, erwarten 93 Prozent der führenden Vorstandschefs der Welt. Doch die Integration von Nachhaltigkeit in alle Unternehmensbereiche steht noch aus: Die Hälfte der Topmanager bezeichnet sie als grösste Herausforderung.

Von den Investitionen in Nachhaltigkeit versprechen sich die Unternehmen positive Auswirkungen auf:


Quelle: „A New Era of Sustainability“: UN Global Compact CEO Study 2010

Link:
Ganzen Artikel auf ftd.de lesen

Wenn Mitarbeiter schlecht über das eigene Unternehmen reden
Jeder Angestellte ist ein Botschafter des Unternehmens. In Social Media gilt dies um so mehr. Aber alles Online-Engagement der Unternehmen nützt nichts, wenn die Mitarbeiter keine positiven Botschaften über das Unternehmen verbreiten. Das ist aber häufig der Fall, wie Forrester Research herausfand.

Mitarbeiter sind nicht wirklich gute Fürsprecher für die Produkte und Dienstleistungen ihrer Firma. Darüber hinaus machen sie gegenüber Familie und Freunden auch selten Werbung für Jobangebote ihres Arbeitgebers. Das fand Forrester Research in einer weltweiten Studie heraus. Demnach sind nur 27 Prozent der 5000 befragten “Information Worker” in beiden Gebieten positive Promoter ihres Unternehmens… Die Konsequenzen im Social Media-Zeitalter sind nach Einschätzung Forresters beträchtlich. Denn schließlich macht den Charme der kommunikativen Internet-Plattformen aus Firmensicht ja gerade aus, dass sich Mitarbeiter selbstständig und überzeugend mit Kunden und potenziellen neuen Kollegen austauschen. (Quelle)

Link:
Ganzen Artikel auf cio.de lesen

Lesetipp 1:“SEO und Online Reputation Management – Hand in Hand für ein gutes Image im Web“ (blogzwonull.de)
Text
Link:
Ganzen Artikel auf blogzwonull.de lesen

Lesetipp 2:“Zehn Social-Media-Monitoring-Tools fürs kleine Portemonnaie“ (t3n)
Das Magazin bewertet zehn Tools nach den Kriterien Usability, Filteroptionen und Ergebnisqualität.
Link:
Ganzen Artikel auf t3n.de lesen

Lesetipp 3:“Unternehmens-Boykott: Wikileaks-Unterstützer schlagen zurück“ (WirtschaftsWoche)
Payback-Time im Cyberwar: Unternehmen, die Wikileaks nicht mehr unterstützen, werden zum Badguy abgestempelt.
Link:
Ganzen Artikel auf wiwo.de lesen

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2 Kommentare

  1. [...] Die umstrittensten Unternehmen des Jahres 2010 [...]

  2. [...] Reputation Management (20): Die umstrittensten Unternehmen des Jahres 2010fuellhaas.com Dezember 20th, 2010 in Netzpolitik | tags: Daten, Datenschutz, Persönlichkeitsprofil, Web 2.0 [...]