Newsfeed zu Reputation Management, Online-Reputation, Social Media Monitoring und Personal Branding.
Ausgabe Nr. 25 vom 04. Mai 2011.
Aktuelle Studie: Gefahr aus dem Web
Das Kompetenzportal RiskNET hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern mehr als 2400 Risikomanager und Kommunikationsverantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum befragt. Dabei ging es um ihre Einschätzung zur Nutzung von Social-Media-Plattformen und den daraus entstehenden Reputationsrisiken für Unternehmen und Top-Manager.

Demnach messen zwei Drittel der Befragten der Relevanz von Reputationsrisiken eine erhebliche Bedeutung zu und gewichten diese Risikoklasse ähnlich wie Markt-, Kredit- oder operationelle Risiken. Fast 90 Prozent der Unternehmen erwarten eine starke Zunahme des Risikopotenzials auf die Reputation von Unternehmen und Top-Managern durch stärker frequentierte Social-Media-Plattformen, Blogs und andere Web-2.0-Plattformen im Internet. Trotz des offensichtlich vorhandenen Risikobewusstseins haben drei Viertel der befragten Unternehmen bislang jedoch keine Social Media-Strategie eingeführt oder umgesetzt.

Link:
Bericht auf risknet.de lesen und Studie herunterladen
Apple und Sony: Zwei Grosse unter Druck
Die beiden Grossunternehmen kamen in den vergangen Tagen gleich mehrfach unter Druck. Apple und andere Hersteller von Smartphone-Betriebssystemen mussten von Datenschützern und Konsumenten massive Kritik einstecken wegen der Sammlung von ortsbezogenen Daten ihrer Kunden. Apple’s offizielle Stellungnahme zu “Locationgate” nach einer Woche („it’s a bug“) trug wenig zur Glaubwürdigkeit bei. Aber auch das Thema Arbeitsbedingungen beim Auftragsfertiger Foxconn lässt Apple nicht los, obwohl man im März den Apple Supplier Responsibility 2011 Progress Report veröffentlicht hatte.
Mit Datenschutzproblemen hat auch der japanische Elektronikriese Sony zu kämpfen: Gehackt wurden das Playstation Network (PSN) und Sony Online Entertainment (SOE).
Die jüngste Zuspitzung des Skandals dürfte den Ruf des Konzerns weiter schädigen. Wie eine aktuelle Studie belegt, ist das Image der Marken Sony und Sony Playstation bereits nach Bekanntwerden des ersten Datenlecks massiv eingebrochen. „Vor allem die Buzz-Werte belegen, dass beide Marken seit Bekanntwerden des Datenklaus stark unter Druck geraten”, erläutert Holger Geißler, Vorstand des Marktforschungsinstituts Yougov Deutschland. (Quelle)
Links:
Artikel “Arbeitsbedingungen bei Foxconn: Erneute Vorwürfe an Apple” auf macnews.de lesen
Artikel “Sony: Datenaffäre weitet sich aus / Image im Tiefflug” auf horizont.net lesen
Persönliche Krankheitsdaten im Netz
Ungeachtet des umfangreichen Datenklaus bei Sony lanciert das Schweizer Unternehmen Evita, eine Tochter der Swisscom, die elektronische Gesundheitsakte. Im kostenlosen Gesundheitsdossier können dort Gesundheitsdaten online gespeichert werden und stehen jederzeit weltweit über einen Internet-Zugang zur Verfügung. Gelangen ungewollt sensible persönliche Daten öffentlich ins Netz, könnte es um die persönliche Reputation bei Versicherern, Arbeitgebern oder auch im Familien- und Bekanntenkreis geschehen sein.
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Mehr zum Angebot auf 20 Minuten Online lesen
KPMG-Bericht: Global hat ein Drittel der Unternehmen noch keine Nachhaltigkeitspläne
Nachhaltigkeitsprogramme können den Gewinn steigern. Das erkennen immer mehr Unternehmen. Aber längst noch nicht alle. Global betrachtet haben immer noch mehr als dreissig Prozent der Unternehmen keine Strategie für ein nachhaltiges Wachstum entwickelt, wie eine Untersuchung der KPMG zum weltweiten Klimawandel und zur Realisierung der Nachhaltigkeit zeigt.

Nachhaltigkeit ist tendenziell für grössere Unternehmen ein Thema. Quelle: KPMG
Gemäss KPMG sind beinahe 50 Prozent der befragten leitenden Angestellten sind der Auffassung, dass die Einführung von Nachhaltigkeitsprogrammen entweder durch Kostensenkung oder durch erhöhte Ertragskraft zu dem Betriebsergebnis beiträgt.
Links:
Bericht auf co2-handel.de lesen
KPMG Report hier herunterladen
Angst vor negativen Online-Kommentaren unbegründet
Die Angst vieler Unternehmen vor Social Media ist offenbar unbegründet. Eine Studie der Agentur OMG 4CE kommt jedenfalls zu dem Schluss, dass Nutzer von Foren, Blogs und Newsseiten im Internet deutlich mehr positive als negative Kommentare über eine Marke verfassen.
„Das Ergebnis, dass das Social Web für die meisten Marken ein durchaus positives Umfeld bietet, fanden wir äusserst wegweisend. Bei vielen Unternehmen herrscht eine gewisse – aber ungeprüfte – Skepsis, was ihre Akzeptanz im Social Web angeht. Webmonitorings können hier wertvolle Insights liefern, damit es für die Unternehmen nicht nur bei einem vagen Gefühl bleibt.“ (Richard Kim, Managing Director, Quelle: OMG 4CE)
Die Studie “Der Buzz der Branche” zeigt ausserdem, dass je nach Branchensegment auch die emotionale Intensität der Beiträge im Social Web deutlich variieren kann. Das meiste Herzblut zeigen demnach die Verfasser von Kommentaren in den Bereichen Automobil oder dem Handel. Dienstleistungsbereiche wie Transport, Tourismus, Telekommunikationsanbieter oder Banken verführen die User hingegen am wenigsten zu Gefühlsausbrüchen im Social Web.
Link:
Ganzen Bericht auf horizont.net lesen
Leitfaden fürs eigene Online-Profil
Nicht alle peinlichen Fotos und beleidigenden Posts lassen sich wieder aus dem Netz tilgen. cio.de hat Tipps zusammengestellt, wie man die eigene gute Online-Reputation verteidigen kann. Im Extremfall wie ihn momentan Thomas Borer, der ehemalige Schweizer Botschafter in Berlin, über sich ergehen lassen muss, dürften diese allerdings wenig nutzen. Seine Noch-Ehefrau Shawne Fielding diffamiert ihn gezielt via Social Media.
Link:
Artikel auf cio.de lesen
Lesetipp 1:“Empfehlungen: so lassen wir uns beeinflussen“ (Das Kulturmanagement Blog)
Link:
Ganzen Artikel auf kulturmanagement.wordpress.com lesen
Lesetipp 2:“Die Reputationsmaschine Internet: Wie sich Online Reputation konstituiert“ (Revolvermänner Blog)
Link:
Ganzen Artikel auf revolvermaenner.com lesen
Lesetipp 3:“Are You Talking to Me?“ (Wall Street Journal)
Link:
Ganzen Artikel auf online.wsj.com lesen
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Danke für den Beitrag. Ich finde die Studie ebenfalls hoch interessant. Das Thema Risikomanagement und Social Media wird wahrscheinlich immer relevanter. Wen interessiert, wie Sonys Krisenkommunikation über Social Media aussieht, nachdem das Risiko eingetreten ist, findet dazu hier einen Beitrag: http://www.online-investorrelations.de/2011/04/30/sonys-krisenkommunikation-mit-hilfe-von-social-media/
@ Andreas Köster: danke für den Link.