Kämpfe als Jedi mit Greenpeace gegen das böse VW-Imperium

“The Force will be with you, always” sagte einst Obi-Wan Kenobi. Es ist eines der berühmtesten Zitate der Filmgeschichte. Und ab heute soll die Macht mit Greenpeace sein, um gegen das böse Imperium des VW-Konzerns zu kämpfen. Ähnlich wie im vergangenen Frühling beim medialen Feldzug gegen Nestlé und Kitkat nutzt Greenpeace einen bekannten TV-Werbespot als Aufhänger der Kampagne.

Hier der Original-Spot von VW:

Und hier die Parodie von Greenpeace:

Der Spot ist Teil der Kampagne “VW: The dark side“. Greenpeace will damit VW an den Pranger stellen, weil der Konzern schärfere Klimaschutzgesetze bekämpft. VW ist der grösste europäische Automobilhersteller und trägt dementsprechende Verantwortung, argumentiert Greenpeace.

Auf der Webseite der Kampagne kann jeder der Rebellion betreten und sich als Jedi registrieren. Damit erhält man eine eigene Profil-Page. Via Twitter und Facebook soll man nun Freunde einladen, die eigene Page zu besuchen und wenn möglich ebenfalls der Rebellion beizutreten.

Dafür erhält man Machtpunkte und am Schluss ein T-Shirt. Mit diesem einfachen Mechanismus sichert sich Greenpeace maximale Aufmerksamkeit und Verbreitung in den Social Networks.

Verschiedene User haben den Link auf die Kampagne oder ihr Profil auch auf der offiziellen VW-Page auf Facebook eingestellt. VW hat auf Facebook noch keine Stellung bezogen. Immerhin scheint man bis jetzt nicht in dieselbe Falle wie Nestlé zu tappen und will Greenpeace die Verwendung des VW-Logos nicht verbieten. Damit würde die Negativ-Kampagne erst recht Aufmerksamkeit erhalten. Eine Reaktion von VW findet man hingegen beispielsweise bei heute.de:

“Wir können die Kritik von Greenpeace nicht nachvollziehen”, erklärt VW auf ZDF-Anfrage. “Der Volkswagen-Konzern stellt in Sachen Verbrennungsmotor mit Downsizing und aufgeladenen Direkteinspritzern weltweit die technologische Speerspitze bei den Volumenherstellern dar.” (Quelle)

Was soll VW jetzt tun? – Auf jeden Fall nichts, was die Social Media-Kampagne von Greenpeace emotional auflädt, etwa mit Stichworten wie „Zensur“ oder „freie Meinungsäusserung“. Und man könnte sich überlegen, ob Sätze wie „Nachhaltigkeit ist bei Volkswagen mehr als nur eine edle Absicht: es ist ein Unternehmensziel. Fahrzeuge zu bauen, die wenig CO2 ausstoßen, ist hierbei nur der Anfang… “ (Quelle) ernst gemeint sind oder nur Greenwashing. Auf jeden Fall wird Greenpeace sich kaum mit der bisherigen Stellungnahme von VW zufrieden geben. Man kann also gespannt sein, wie die Rebellion weitergeht…








1 Kommentar

  1. GreenpeaceDE sagt:

    Über 80 Filmemacher haben sich an dem Filmwettbewerb “See Volkswagen Differently” von Greenpeace beteiligt, um die dunkle Seite von Volkswagen etwas mehr zu belichten. Seit 17. Oktober lädt Greenpeace die Netz-Öffentlichkeit dazu ein, auf http://films.vwdarkside.com über ihre Favoriten zu befinden!